Geschrieben von Alexej Boger · Zuletzt geprüft Verifiziert

Warum interne Verlinkung oft unterschätzt wird #

Interne Links, also Links von einer Seite Ihrer Website auf eine andere, verteilen sogenannten „Linkjuice": Autorität, die von stark verlinkten Seiten (etwa der Startseite) an andere Seiten weitergegeben wird. Genauso wichtig wie dieser SEO-Effekt ist der praktische Nutzen: interne Links helfen Google, neue oder tief verschachtelte Seiten überhaupt erst zu finden (Crawling), und sie helfen Besuchern, thematisch verwandte Inhalte zu entdecken, statt nach dem ersten Klick wieder abzuspringen.

Die häufigsten Probleme mit interner Verlinkung #

1. Zu wenige interne Links pro Seite

Seiten mit kaum internen Links wirken für Google isoliert und erhalten wenig weitergegebene Autorität von anderen, stärkeren Seiten. Für Besucher enden solche Seiten oft in einer Sackgasse: keine naheliegende nächste Aktion, kein Hinweis auf verwandte Inhalte.

2. Wichtige Seiten sind zu tief in der Struktur vergraben

Seiten, die erst nach vier oder fünf Klicks von der Startseite aus erreichbar sind, werden von Google seltener gecrawlt und erhalten strukturell weniger interne Autorität. Wichtige Seiten (Leistungen, hoch nachgefragte Inhalte) sollten möglichst nah an der Startseite verlinkt sein.

3. Generische Linktexte statt beschreibender Anker

Linktexte wie „hier klicken" oder „mehr erfahren" geben weder Google noch Nutzern einen Hinweis darauf, was sie beim Klick erwartet. Ein beschreibender Ankertext wie „SEO-Check kostenlos starten" liefert dagegen ein zusätzliches thematisches Signal für die verlinkte Seite.

So verbessern Sie interne Verlinkung konkret #

  • Thematisch verwandte Inhalte gezielt verlinken, direkt im Fließtext, dort wo es inhaltlich Sinn ergibt, nicht nur pauschal am Seitenende.
  • Wichtige Seiten aus der Hauptnavigation oder von stark besuchten Seiten aus verlinken, damit sie so wenige Klicks wie möglich von der Startseite entfernt sind.
  • Beschreibende Ankertexte verwenden, die erkennen lassen, worum es auf der Zielseite geht.
  • Verwaiste Seiten identifizieren, also Seiten, auf die von nirgendwo sonst auf der Website verlinkt wird, und sie gezielt in die Struktur einbinden.
Kernaussage

Interne Verlinkung ist der günstigste Hebel, um bestehenden Inhalten mehr Sichtbarkeit zu geben, ganz ohne neue Backlinks. Mit dem kostenlosen SEO-Quick-Check sehen Sie, wie viele interne Links auf einer geprüften Seite gefunden wurden.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele interne Links braucht eine Seite?

Es gibt keine feste Zahl, entscheidend ist, dass thematisch verwandte Inhalte tatsächlich verlinkt sind und keine wichtige Seite isoliert ohne eingehende interne Links dasteht.

Was sind "verwaiste Seiten"?

Seiten, auf die von nirgendwo sonst auf der eigenen Website verlinkt wird. Sie sind für Google schwerer zu finden und erhalten keine interne Autorität von anderen Seiten.

Sollte ich lieber "hier klicken" oder einen beschreibenden Linktext verwenden?

Ein beschreibender Ankertext wie "SEO-Check kostenlos starten" ist besser als generische Formulierungen wie "hier klicken", weil er sowohl Nutzern als auch Google ein klares Signal gibt, was die verlinkte Seite bietet.

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