Geschrieben von Alexej Boger · Zuletzt geprüft Verifiziert

Warum Alt-Texte zwei Probleme gleichzeitig lösen #

Das alt-Attribut eines Bildes beschreibt dessen Inhalt in Textform. Es hat zwei unabhängig voneinander wichtige Funktionen: Screenreader lesen es blinden oder sehbehinderten Nutzern vor, das macht es zu einer Grundanforderung für digitale Barrierefreiheit. Und da Suchmaschinen Bildinhalte bis heute nicht vollständig visuell verstehen, ist der Alt-Text für Google die wichtigste Textquelle, um zu erkennen, was auf einem Bild zu sehen ist, etwa für die Bildersuche.

Die häufigsten Alt-Text-Fehler #

1. Alt-Attribut fehlt komplett

Bilder ohne alt-Attribut sind für Screenreader-Nutzer entweder unsichtbar oder werden nur mit dem technischen Dateinamen vorgelesen (z. B. „IMG_4821.jpg"). Für Google bleibt der Bildinhalt komplett unklar.

2. Alt-Text ist leer oder generisch

Ein leeres alt="" ist bei rein dekorativen Bildern (z. B. Trennlinien, Hintergrundmuster) tatsächlich korrekt, weil Screenreader es dann bewusst überspringen. Bei inhaltlich relevanten Bildern, etwa Produktfotos oder Team-Bildern, ist ein leerer oder generischer Alt-Text wie „Bild" oder „Foto1" dagegen eine verschenkte Chance.

3. Alt-Text ist mit Keywords überladen

Alt-Texte wie „SEO Agentur München SEO Beratung SEO Experte München Bayern" sind weder für Screenreader-Nutzer verständlich noch im Sinne von Googles Richtlinien gegen Keyword-Stuffing gedacht. Der Alt-Text sollte beschreiben, was tatsächlich zu sehen ist.

So schreiben Sie gute Alt-Texte #

  • Beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, kurz und konkret, wie man es einer Person am Telefon beschreiben würde.
  • Dekorative Bilder bekommen ein leeres alt="", damit Screenreader sie korrekt überspringen, statt sinnlose Dateinamen vorzulesen.
  • Kontext berücksichtigen: Ein Produktfoto braucht einen anderen Alt-Text als dasselbe Bild in einer Kundenreferenz oder einem Blogartikel.
  • Kein Keyword-Stuffing. Ein Keyword darf natürlich vorkommen, wenn es tatsächlich zum Bildinhalt passt, aber nicht als reine Aneinanderreihung.
Kernaussage

Gute Alt-Texte sind zuerst eine Frage von Barrierefreiheit, erst danach ein SEO-Nebeneffekt. Mit dem kostenlosen SEO-Quick-Check sehen Sie, wie viele Bilder Ihrer Seite noch ohne Alt-Text sind.

Häufig gestellte Fragen

Braucht wirklich jedes Bild einen Alt-Text?

Inhaltlich relevante Bilder ja. Rein dekorative Bilder (Trennlinien, Hintergrundmuster) dürfen ein bewusst leeres alt="" bekommen, damit Screenreader sie korrekt überspringen.

Verbessert ein guter Alt-Text mein Google-Ranking?

Direkt vor allem für die Google-Bildersuche, da Alt-Text dort die wichtigste Textquelle ist. Für das allgemeine Website-Ranking ist der Effekt eher indirekt über Barrierefreiheit und Content-Qualität.

Was gehört in einen guten Alt-Text?

Eine kurze, konkrete Beschreibung dessen, was auf dem Bild tatsächlich zu sehen ist, ohne Keyword-Stuffing und ohne generische Platzhalter wie "Bild" oder "Foto1".

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